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Förderprojekt in2Lübeck geht in die dritte Runde

Das innovative Mobilitätsangebot Lümo der Stadtwerke Lübeck Mobil GmbH wird auch in den kommenden zwei Jahren mit Fördergeldern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) weiterentwickelt und ausgebaut.



Mit der erneuten Förderzusage über diesmal ca. 1 Millionen Euro werden damit sowohl der weitere Betrieb als auch ein weiterer Ausbau bis Juni 2026 gesichert und ermöglicht. Die Universität zu Lübeck, die das Projekt wissenschaftlich begleitet, wird zusätzlich mit knapp 270.000 Euro gefördert.


Durch die Förderzusage wird der Betrieb von Lümo in zwei Umlandgemeinden der Hansestadt möglich. Die Gemeinden Bad Schwartau und Stockelsdorf sollen ab Januar 2025 an das Betriebsgebiet angeschlossen werden. Durch diese Erweiterung sollen Effekte und Mobilitätsbedürfnisse untersucht werden, die über kommunale Grenzen hinausgehen. Durch die Förderung werden im Rahmen der Erweiterung zusätzlich drei Fahrzeuge finanziert. Lümo ist dann mit insgesamt bis zu 10 Fahrzeugen unterwegs.


„Die Förderung des BMBFs ermöglicht es die weiter ansteigende Nachfrage nach On-Demand-Verkehr besser zu bedienen und ein bedürfnisorientiertes ÖPNV-Angebot am Abend und in der Nacht für die Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen“, erläutert Dr. Carolin Höhnke, Leiterin der Mobilitätsplanung bei der Stadtwerke Lübeck Mobil und Projektleiterin für das Projekt in2Lübeck.


Mit dem 2018 gestartete Projekt Lümo ist ein On-Demand-Ride-Pooling-Angebot geschaffen worden, mit dem flexible Fahrten außerhalb fester Linienwege und Fahrplänen möglich sind. Es gehört mit der dritten Förderzusage zu den erfolgreichsten Projekten dieser Art in ganz Deutschland: Wurden in der ersten Phase noch 48 Projekte bundesweit gefördert, waren es in der zweiten Runde lediglich 14. In der dritten Phase werden ebenfalls nur noch ausgewählte Projekte gefördert. Insgesamt fördert das BMBF im Rahmen des Förderprogramms MobilitätsWerkStadt2025 das in2Lübeck-Projekt und damit das Lümo-Angebot mit etwa 1,9 Millionen Euro seit Beginn des Jahres 2020.


„Wir haben uns mit unserem Konzept, der begleitenden Forschung und nicht zuletzt durch überzeugende Zahlen nochmals durchgesetzt“, unterstreicht Dr. Carolin Höhnke.

Seit Januar 2023 haben rund 45.000 Fahrgäste Lümo genutzt – bis zu 320 pro Nacht. Deutlich werde auch, so Höhnke, dass Lümo bei den Bürgern eine außerordentliche Akzeptanz findet und ein zentrales Mobilitätsbedürfnis befriedigt.


Auch die wissenschaftlichen Untersuchungen der Universität zeichnen ein positives Bild – Prof. Dr. Thomas Franke von der Universität zu Lübeck ist zufrieden: „Lümo motiviert die Lübeckerinnen und Lübecker, den ÖPNV zu nutzen – man fühlt sich sicher und flexibel.“ Zu diesem Schluss kam das Projektteam des Instituts für Multimediale und Interaktive Systeme in den von ihm durchgeführten Workshops, Umfragen und Untersuchungen.  


Im Rahmen des Projektes wurde ein Fragebogen entwickelt, durch den Mobilitätsbedürfnisse gut erfasst werden können. „Mithilfe unseres Fragebogens können wir verstehen, warum die Menschen das lümo nutzen – und wie wir das Angebot verbessern können. Damit wollen wir das Projekt gut auf Bad Schwartau und Stockelsdorf vorbereiten.“, hebt Marthe Gruner, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt in2Lübeck, hervor. Das wissenschaftliche Projektteam will nun die Verlängerung nutzen, um die gewonnen Ergebnisse und Methoden, auch für andere Kommunen einsetzbar zu machen.

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